Auf Dauer bewahren, „was nicht vergessen werden darf“

 

Das Archiv kann als das historische Gedächtnis der Kunstuniversität charakterisiert werden. Ihm obliegt die Archivierung des gesamten an der KUG und ihren Vorgängerinstitutionen entstandenen Archivguts gemäß Bundesarchivgesetz.

Das Universitätsarchiv verfügt derzeit über ca. 1000 Laufmeter (Regalmeter) an Archivgut aus den Jahren 1821-2015.
Ein Großteil des historischen Materials lagert in insgesamt 2192 Archivboxen, wovon 1192 im Kellerdepot verwahrt werden.
1000 Archivboxen lagern zusätzlich im sogenannten „Zwischenarchiv“. Es umfasst Akten, die auf Anfrage universitätsintern für die Verwaltung bereitgestellt werden: 736 Boxen mit Studierendenakten und 264 Boxen mit Personalakten.

Für die historische Überlieferungsbildung relevante Unterlagen aller Einrichtungen der Kunstuniversität in schriftlicher, bildlicher, auditiver, audiovisueller und digitaler Form werden auf Dauer aufbewahrt, für wissenschaftliche Forschung und Lehre sowie zur Wahrnehmung berechtigter persönlicher Belange erschlossen und - unter Wahrung gesetzlicher Sperrfristen und Schutzbestimmungen - öffentlich nutzbar gemacht.

Archiveigene Sammlungstätigkeiten (Zeitungsdokumentation, audiovisuelle Sammlung, Nachlasssammlung) ergänzen die administrative, künstlerische und wissenschaftliche Überlieferung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Dokumentation der Entwicklung der Kunstuniversität sowie der Leistungen von Lehrpersonen, Studierenden, Absolventinnen und Absolventen in Kunst und Wissenschaft.

Das Serviceangebot des Archivs richtet sich an die Universitätsangehörigen und die Öffentlichkeit.  Auf Anfrage der Verwaltung stellt das Archiv Akten bereit, berät in Fragen der Aktenführung und im Umgang mit digitalen Unterlagen. Es erteilt Auskünfte zur Geschichte der Institution und ihren Angehörigen und berät und unterstützt Benutzerinnen und Benutzer bei ihren wissenschaftlichen Vorhaben.

Im Bereich der wissenschaftlichen Forschung und Lehre und beteiligt sich das Archiv an Projekten, die für die Darstellung der Geschichte der Kunstuniversität von Bedeutung sind, und führt eigenständige Forschungen zur Institutions-, Wissenschafts-, und Geistesgeschichte durch.

Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit wie die Gestaltung von Ausstellungen und Publikationen mit dem Archivbestand sowie fachliche Zusammenarbeit mit Archiven auf nationaler und internationaler Ebene tragen zur nachhaltigen Sichtbarkeit der an der Kunstuniversität erbrachten Leistungen bei.

Das Zitat in der Überschrift stammt  von Walter Kempowski, Das Echolot. Ein kollektives Tagebuch, Januar und Februar 1943, 1993, Bd. I, S. 7, zit. n. Dietmar Schenk, „Aufheben, was nicht vergessen werden darf“. Archive vom alten Europa bis zur digitalen Welt,  Franz Steiner Verlag: Stuttgart, 2013, S. 209.