Zur Geschichte der KUG-Gebäude

Theater im Palais (T.i.P.)

Das heute so genannte „Theater im Palais“ wurde 1845 fertiggestellt und diente ursprünglich als Stallung. In dem Gebäude, welches durch einen geräumigen Hof vom Palais Meran getrennten ist, waren Stellplätze für 20 Pferde, die Wagen, zwei Kutscherzimmer und diverse Nebenräume untergebracht. Nachdem die Finanzlandesdirektion, welche die Fläche als Werkstätte des Kraftfahrzeugreferates bis zu Beginn der achtziger Jahre nutzte, das Gebäude räumte, konnte 1984 mit der Umgestaltung des inzwischen denkmalgeschützten Baues zu einer Ausbildungsstätte für die Studierenden der KUG begonnen werden. Ein neues Dach aus Stahlbeton wurde aufgesetzt und, um den Originalzustand wiederherzustellen, mit roten Ziegeln gedeckt, eine Stahl- Glaskonstruktion – nach der Idee eines Wintergartens – errichtet und eine Studiobühne, die dem modernsten technischen Standard entsprach, geplant. Am 18. Dezember 1986 wurde das von dem Grazer Architekten Ignaz Holub gestaltete „Theater im Palais“ mit der Oper „Arminus“ von Heinrich Ignaz Biber eröffnet.

Vom Frühjahr 2013 bis Herbst 2014 wurde das heute vom Institut für Schauspiel genutzte Gebäude von der Bundes Immobilien Gesellschaft (BIG) nach den Plänen des Architekten  Johannes Wohofsky saniert und um ein neues Foyer erweitert, in welchem sich ein Büro für die Bühnentechnik und ein Sozialraum für die Studierenden befindet. Um das Gebäude auch architektonisch in den Campus der Kunstuniversität zu integrieren, erhielt es ein neues Dach. Der aus goldfärbigem, gelochtem Aluminiumblech bestehende „Vorhang“ soll das Haus nicht nur optisch gestalten,  sondern auch einen Sonnenschutz für das gläserne Foyer bieten.