Zur Geschichte der KUG-Gebäude

MUMUTH

Der Wunsch nach dem Bau eines Gebäudes für Musik und Musiktheater bestand seit der Gründung der Akademie im Jahr 1963. Der nördliche Bereich der Parkanlage des Palais, welcher vom Finanzamt Graz-Umgebung genutzt wurde, bot sich für die Realisierung eines derartigen Gebäudes geradezu an. Nach langjährigen Verhandlungen räumte die Finanz im Mai 1998 das Gebäude, welches ein Jahr später abgerissen wurde. Bereits 1997 wurde ein internationaler Wettbewerb für den Bau ausgeschrieben, aus dem 1998 das Modell des niederländische Architekten Ben van Berkel als Sieger hervorging. Sein Projekt überzeugte durch baukünstlerischen Wert und hohe Funktionalität. Im Mittelpunkt steht ein multifunktionaler, nach dem KUG-Ehrenmitglied György Ligeti benannter Bühnenraum, der für Liederabende, Sinfoniekonzerte und Opernabende gleichermaßen geeignet ist. Stahl, Beton und Glas in verschiedenen Kombinationen und Überlagerungen dominieren den gesamten Bau. Nennenswert sind die einzigartige variable Akustik und das moderne Light Design. Die Errichtung des Gebäudes war zu diesem Zeitpunkt schon seit Jahren bewilligt, die Realisierung des 3000 Quadratmeter umfassenden Hauses jedoch lange Zeit an der Finanzierung gescheitert, sodass die Bauarbeiten erst am 7. März 2006 beginnen konnten. Nach dreijähriger Bauzeit wurde das MUMUTH am 1. März 2009 mit der Aufführung von Mozarts „Zauberflöte“ eingeweiht und 2010 mit dem Fischer-von-Erlach-Preis und dem Urban Land Institute Award ausgezeichnet.