Fotosammlung

Die Fotobestände des Universitätsarchivs  umfassen Fotos aus den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. Aus der Zeit der Akademie finden sich nur vereinzelt Fotos in der Sammlung.

Seit der Hochschulzeit erfolgt die offizielle Fotodokumentation der  Kunstuniversität entsprechend den Beschlüssen der Veranstaltungskommission. Aus dieser Zeit umfasst die Sammlung des Universitätsarchivs Fotos unterschiedlicher hochschulinterner Provenienz. Der Großteil ist derzeit nur provisorisch geordnet und daher sehr eingeschränkt zugänglich.

Die laufende Ergänzung der Sammlung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Instituten und Abteilungen der Kunstuniversität. Die  - zumeist digital - ans Archiv abgegebenen Fotos werden systematisch geordnet und im Archivinformationssystem verzeichnet, sodass sie in der Folge nach Sachgebieten und chronologisch recherchierbar sind. Recherchemöglichkeiten sowie Fotos einzelner Bestandsgruppen werden nach Möglichkeit auch online zur Verfügung gestellt.

Schwerpunkte der Sammlung sind akademische Feiern sowie  künstlerische und wissenschaftliche Veranstaltungen der Kunstuniversität Graz. Ein weiterer Fokus liegt auf Fotos von Universitätsangehörigen und universitären Gremien. Fotos von Gebäuden und ehemaligen Gebäuden der Kunstuniversität ergänzen die Sammlung, in deren Bestand wir Ihnen im Folgenden einen Einblick geben.

Akademische Feiern

Einige der auf einer Blattkopie zu sehenden Fotos zeigen die feierliche Diplomverleihung  und Sponsion, die am 30. Juni 1977 um 10 Uhr c.t. im Saal 100 – heute Florentinersaal –  des Palais Meran stattfand.
Auf dem vergrößerten Ausschnitt ist der damalige Rektor Friedrich Korčak zu sehen,  der den Absolventinnen und Absolventen gratuliert.  Am Klavier Prof. Isolde Großebner  (Absolventin der Ausbildungsklasse o. Prof. Dr. Reinisch) und Karl Baumann (Studierender der Ausbildungsklasse o. Prof. Dr. Reinisch), die den ersten und sechsten Slawischen Tanz op. 46 von Antonin Dvořák zu Gehör brachten.
Nach Rektor Korčak sprach als Vertreter der Österreichischen Hochschülerschaft Franz Karl Praßl.
Im Publikum u.a. Prof. Christos Polyzoides,  Prof. Philipp  Harnoncourt, Prof. Rudolf Schwenzer, Prof. Mercedes Reinisch-Janetzky und Prof. Marko Stettner (erste Reihe v.l.n.re). Anlässlich ihrer bevorstehenden Emeritierung mit 30.September 1977 wurden Frau Prof. Reinisch-Janetzky Blumen überreicht.

Die beiden Fotos dokumentieren die feierliche Inauguration von Rektor Sebastian Benda am 19.November 1987 im Grazer Minoritensaal, der von der Hochschule für Veranstaltungen genutzt wurde. Der seit 1981 an der Grazer Hochschule lehrende Pianist Sebastian Benda folgte Otto Kolleritsch nach, der ihm bei der feierlichen Zeremonie die Rektorskette übergab.
Sein Verständnis des Rektorenamtes legte Benda  im Bericht über seine vierjährige Amtszeit dar: „Rektor einer Kunsthochschule zu sein bedeutet nicht nur, einen Administrator zu verkörpern, welcher die Aktivitäten von rund 100 Hochschulprofessoren, 230 Mittelbauangehörigen, 1600 Studierenden und des dazugehörigen Verwaltungspersonals von 70 Personen koordiniert. Als Pädagoge und Künstler müssen die eigenen Visionen mit der Realität in einem vieldimensionierten Denken verbunden werden.“

Im Publikum sind in der ersten Reihe li vom Mittelgang  u.a.  der Rektor des Mozarteums Günther Bauer und  der Rektor der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien Gottfried Scholz  zu sehen (v.li n. re); des Weiteren rechts neben Otto Kolleritsch der Rektor der Universität Salzburg Fritz Schweiger, der Rektor der Universität Graz Heinrich Mitter und der Rektor der TU Graz Reinhard Haberfellner (v.li n.re). In der zweiten Reihe links hinter LH Josef Krainer Rudolf Domiaty  und Hartmut Kahlert als Vertreter der TU Graz ebenfalls mit Kette zu sehen (v.li n. re).

Am 28.Oktober 2014 fand die Inauguration von Elisabeth Freismuth statt, der ersten  Rektorin der Kunstuniversität Graz. Sie folgte nach einer Interimsperiode, während der Robert Höldrich als geschäftsführender Vizerektor der KUG vorstand 8li im Bild), Georg Schulz nach, der der Rektorin  die Kette überreichte.
Elisabeth Freismuth trat in ihrer Inaugurationsrede für eine „Kultur des Miteinander, der Transparenz und des Dialogs“ ein: „Nutzen wir das vermeintliche Spannungsfeld Kunst und Wissenschaft mit dem Ziel, die künstlerische Kreativität der Studierenden nachhaltig durch wissenschaftliche Reflexion in ihrer vollen Kraft zu entfalten.“

 

Zur akademischen Feier im Ligeti-Saal des MUMUTH waren Rektorinnen und Rektoren zahlreicher österreichischer Universitäten und Hochschulen nach Graz gekommen.

Vorne v.l.n.r.   Vizerektorin für zentrale Ressourcen Ulrike Sych, mdw; Rektor Gerald Bast, Universität für Angewandte Kunst, Wien; Rektorin Elisabeth Freismuth, Kunstuniversität Graz; Rektor Wilfried Eichlseder, Montanuniversität Leoben; Rektor Harald Kainz, TU Graz; Rektor Reinhard Kannonier, Kunstuniversität Linz

Mitte v.l.n.r.    Rektor Heinrich Schmidinger, Universität Salzburg; Vizerektorin für Ausbildung Regina Weitlaner, Pädagogische Hochschule Steiermark; Rektorin Elgrid Messner, Pädagogische Hochschule Steiermark; Rektor Oliver Vitouch, Universität Klagenfurt; Vizerektorin für Ressourcen Brigitte Hütter, Mozarteum; Vizerektor für Finanzen Paul Jankowitsch; FH-Rektor Franz Schrank, Campus 02 Graz; Rektor Josef Smolle, meduni Graz; Rektor Karl Pfeiffer, FH Joanneum

Hinten v.l.n.r.   Vizerektor für Fort- und Weiterbildung Walter Vogel, Pädagogische Hochschule Steiermark; Vizerektor Friedrich Rinnhofer, Kirchl. Pädag. Hochschule Graz

v.l.n.r. Vizerektor für Fort- und Weiterbildung Walter Vogel, Pädagogische Hochschule Steiermark;  Rektor Reinhard Kannonier, Kunstuniversität Linz;  Vizerektor Friedrich Rinnhofer, Kirchl. Pädag. Hochschule Graz;  Rektorin Elgrid Messner, Pädagogische Hochschule Steiermark;  Rektor Gerald Bast, Universität für Angewandte Kunst, Wien; Rektor Oliver Vitouch, Universität Klagenfurt;  Rektor Harald Kainz, TU Graz;  Rektor Gerald Bast, Universität für Angewandte Kunst, Wien;  Vizerektorin für zentrale Ressourcen Ulrike Sych , mdw; Georg Schulz;  Rektorin Elisabeth Freismuth, Kunstuniversität Graz; Robert Höldrich; Rektor Wilfried Eichlseder, Montanuniversität Leoben;  Rektor Josef Smolle, meduni Graz;  FH-Rektor Franz Schrank, Campus 02 Graz; Rektor Heinrich Schmidinger, Universität Salzburg; Rektor Karl Pfeiffer, FH Joanneum; Vizerektorin für Ressourcen Brigitte Hütter, Mozarteum; Vizerektorin für Ausbildung Regina Weitlaner, Pädagogische Hochschule Steiermark

Künstlerische und wissenschaftliche Veranstaltungen

Bereits in den 60er-Jahren fand der erste Akademie-Ball statt. Am 28. Jänner 1964 lud die Österreichische Hochschülerschaft an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz ins Schloßberg-Restaurant.  Die hier zu sehenden Fotos zeigen die Polonaise zur  Eröffnung um 21 Uhr. Die Tanzleitung besorgte Major d. R. Karl v. Mirkowitsch, es spielte die MIRKO Band. Der Reingewinn kam dem Sozialreferat der Österreichischen Hochschülerschaft an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz zugute.

Der Akademie-Ball stand unter dem Ehrenschutz des Landeshauptmannes von Steiermark Ökonomierat Josef Krainer, des Bürgermeisters der Landeshauptstadt Graz Dipl.-Ing. Gustav  Scherbaum und des Präsidenten der Akademie o.Prof. Dr. Erich Marckhl. Dem Ehrenkomittee gehörten die Rektoren der zwei  Steirischen Hochschulen und der Universität Graz an, der Vorstand des Musikvereines für Steiermark, Generalmusikdirektor Prof. Dr. Karl Böhm sowie  Professoren der Akademie.

Seit 1982 veranstaltete die Hochschule jährlich Abonnementkonzerte, die ebenfalls in der Fotosammlung dokumentiert sind. Das Bild wurde beim Orchesterkonzert am 17. Jänner 1984 im Stefaniensaal, Grazer Congress aufgenommen.  Auf dem Programm standen die erste Symphonie Ludwig van Beethovens in C-Dur, die Orchesterfassung von Maurice  Ravels „Ma mère l’Oye“  und Sergej Prokofieffs erstes Violinkonzert in D-Dur. Mit dem Hochschulorchester unter der Leitung von Adolf Hennig musizierte die Geigerin Uli Danhofer.

Universitätsangehörige und universitäre Gremien

Am 9. Mai 2003 fand der Amtsantritt des Rektorats nach UG 2002 statt. Es bestand aus Rektor Otto Kolleritsch, Vizerektorin Renate Bozič und den Vizerektoren Georg Schulz und Hermann Becke, hier im Bild mit dem Universitätsrat: Harald Neuwirth, Katharina Cortolezis-Schlager, Willibald Plessas und Ivanka Stoianova (v.l.n.re). Des Weiteren sind Andrea Schober (Leiterin des Rektoratsbüros und Referentin des Universitätsrates) und Franz Kerschbaumer (Vorsitzender des Senats) auf dem Bild zu sehen. Es entstand bei einer Universitätsratssitzung im Dezember 2005 anlässlich des Ausscheidens von Frau Universitätsrätin Cortolezis‑Schlager, die ihr Amt als Stadträtin von Wien antrat.

Gebäude und ehemalige Gebäude der Kunstuniversität

Das Foto, vermutlich aus den 50er Jahren,  zeigt das Areal in der Brandhofgasse, auf dem heute  der Neubau und das Bibliotheksgebäude der Kunstuniversität stehen. Damals waren dort die Gebäude der Bade-Anstalt „Jungborn“ Dr. Just angesiedelt. Erste Pläne zum Ankauf des Areals für die Hochschule gehen bis ins Jahr 1973 zurück.

Die beiden Bilder zeigen das Dachgeschoss des Palais Meran vor der 1974 begonnenen und in drei Etappen durchgeführten Generalsanierung.

Nach der Fertigstellung 1984 erstrahlte auch der „Florentiner-Saal“ in neuem Glanz.

1965 wurden Räumlichkeiten des so genannten Palais Brandhof in der Brandhofgasse 5, ehemals „Palais Apfaltrern“, für die Akademie angemietet und für den Studienbetrieb adaptiert (vorerst erster Stock und Dachgeschoß). In den 10 Räumen inklusive kleinem Konzertsaal  waren die Abteilung für Musikerziehung, das  Institut für Musikfolklore, Klavierklassen, Sologesang und Korrepetition untergebracht. Nach der Gesamtübernahme 1990/91 diente das Palais Brandhof dem Institut für Musikpädagogik bis 2007 als Heimstätte.

Die Abteilung Gesang, Chorleitung und darstellende Kunst (Schauspiel, Regie, Bühnenbild) und das Institut für Elektronische Musik, heute in der Reiterkaserne bzw. in der Inffeldgasse untergebracht,  waren bis  2007 bzw. 2001 im Wilden Mann in der Jakoministraße 3-5 beheimatet. Die Räumlichkeiten, ehemals Groß-Restaurant der Brauerei Reininghaus, wurden 1981/1982  für die Hochschule angemietet. Der  ehemalige „Märchensaal“ des Groß-Gasthofs „Zum Wilden Mann“ wurde zum Konzertsaal.

Im ehemaligen Jesuitengymnasium in der Hofgasse 10, dem sogenannten „Taubenkobel“, fanden in den Jahren 1991 bis 2012 Vorlesungen statt.

Im Jänner 1967 wurden Räumlichkeiten des Palais Saurau in der Sporgasse für die Akademie angemietet. Das Palais wurde bis 1992 von der Hochschule genutzt.  Es waren dort zunächst die Institute für Werkpraxis und Wertungsforschung sowie einzelne künstlerische Ausbildungsklassen (Violine, Klavier, Flöte)  untergebracht.

1984 konnte mit der Umgestaltung der zuletzt als KFZ-Werkstätte genutzten vormaligen Stallungen im Hof des Palais Meran zu einer Ausbildungsstätte für die Studierenden der Kunstuniversität begonnen werden. Das Gebäude erhielt ein neues Dach aus Stahlbeton und eine Studiobühne, die dem modernsten technischen Standard entsprach. Eine Stahl-Glaskonstruktion in Form eines Wintergartens wurde errichtet. Am 18. Dezember 1986 wurde das „Theater im Palais“ mit der Oper „Arminus“ von Heinrich Ignaz Biber eröffnet. In der oben abgebildeten Form diente es bis zum Beginn der neuerlichen Renovierung im Frühjahr 2013 dem Institut für Schauspiel als Heimstätte.