Luigi Dallapiccola

 

* 3.Februar 1904 in Mitterburg (heute Pazin in Istrien)

† 19. Februar 1975 in Florenz

Luigi Dallapiccola zählt zweifellos zu den prägendsten italienischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Zur Zeit des Ersten Weltkriegs verbrachte er einige Zeit in Graz, wo seine Familie interniert war. Bereits während seiner Studienzeit in Florenz in den 1920er Jahren engagierte er sich als Kammermusiker für die zeitgenössische Musik. Seit 1934 Klavierprofessor am Florentiner Konservatorium, unterrichtete er in den 1950er und 1960er Jahren Komposition in den USA. Gemeinsam mit Guido M. Gatti editierte er 1954 Ferruccio Busonis Scritti e pensieri sulla musica. In seinem kompositorischen Oeuvre, das Einflüsse von Webern, Debussy und des Belcanto in sich vereinigt, kommt der Stimme ein besonderer  Stellenwert zu. Geprägt durch den Faschismus, spielten die Themen „Gefangenschaft“ und „Freiheit“ für ihn zeitlebens eine zentrale Rolle, wie in seiner 1944-48 komponierten Oper Il Prigionero, eines der ersten Werke, die ihm internationale Beachtung verschafften.