* 21. Oktober 1885 in Wien

† 9. November 1974 in Oxford

Als Musikwissenschafter wurde Wellesz in Wien bei Guido Adler ausgebildet, wo er bis 1938 auch an der Universität tätig war. 1938 konnte er nach Großbritannien emigrieren, wo er von 1939 bis 1974 am Lincoln College in Oxford lehrte. Als Forscher lag Wellesz‘ Hauptaugenmerk auf Komponisten des Barock sowie der byzantinischen Musik. Seine Kompositionen sind sowohl vom Impressionismus als auch von atonalen Techniken der Schönberg-Schule geprägt, da er bei Schönberg 1905 Unterricht nahm.

Egon Wellesz; Foto: KUG Archiv
Darius Milhaud; Foto: KUG Archiv


* 4. September 1892 in Marseille

† 22. Juni 1974 in Genf

Milhaud studierte am „Conservatoire de Paris“ und gehörte ab den 1920er Jahren neben Francis Poulenc, Arthur Honegger u.a. zu einer Gruppe französischer Komponisten, die „Les Six“ genannt wurde. Die in dieser Gruppe vertretene und gegen die Romantik gerichtete Ästhetik spiegelt sich im Werk Milhauds, das neben Exotismen wie lateinamerikanischen Tänzen und Jazz-Elementen auch polytonale Techniken aufweist. Milhaud unterrichtete während der 40er Jahre in den USA und wurde nach dem Krieg zum Professor für Komposition am Pariser „Conservatoire“ ernannt.