Lehrveranstaltungen zur Institutionsgeschichte

An der Kunstuniversität Graz werden die unterschiedlichsten Lehrveranstaltungen angeboten. Darunter beschäftigen sich manche auch mit der Institutionsgeschichte der KUG. Im Folgenden werden diese Lehrveranstaltungen präsentiert, um einen Überblick über vergange und kommende LVs zu geben:

Lehrveranstaltungen im Studienjahr 2019/20:

- MU.0384UV (UE) Musik und Politik, Vortragende: Julia Mair; Somersemester 2020:

In dieser Übung wird das Thema Musik und Politik am Beispiel ausgewählter Quellen zur Musikgeschichte der Steiermark in der NS-Zeit behandelt. Die Reichshochschule in Eggenberg war einer der wichtigsten Orte für die nationalsozialistische Musikerziehung und spielte auch eine tragende Rolle in der Gleichschaltung der Kultur. Durch Archivrecherche zur Hochschule, zum Musikverein und zu führenden Persönlichkeiten soll ein genauerer Einblick in die damaligen Strukturen gewonnen werden. Die Studierenden erlernen und üben Recherche und Auswertung von musikwissenschaftlichen Quellen und eignen sich Wissen über die landesspezifische Musikgeschichte im nationalsozialistischen Regime an.

 

Vergangene Lehrveranstaltungen:

- MU.0363UV (UE) Die KUG 1963-2019 – Institutionsgeschichtliche Perspektiven, Vortragende: Julia Mair; Wintersemester 2019/20:

In dieser Lehrveranstaltung recherchieren die Studierenden online, in der Bibliothek und im Archiv zu wichtigen Meilensteinen in der Geschichte der KUG (Hochschule, Akademie, Universität), zu bedeutenden Persönlichkeiten (Rektoren, Lehrende, evtl. auch Absolventen) und Ereignissen. Die KUG wird mit vergleichbaren Institutionen wie beispielsweise dem Mozarteum und der mdw in Kontext gesetzt. Je nach Interesse stellen sich dann einzelne Schwerpunkte in den Vordergrund. Die Studierenden erlernen und üben Recherche und Auswertung von wissenschaftlichen Quellen im Hinblick auf die Institutionengeschichte der KUG und ihre Kontextualisierung.

- MU.0339UV (VU) Zwischen Musik und Politik: Lebensläufe in der Steiermark im Nationalsozialismus - Quellenforschung, Vortragender: Markus Lenhart; Wintersemester 2018/19

1816 wurde die Singschule des Musikvereins für Steiermark gegründet. Der Musikverein hatte bis zum „Anschluss“ zwei Tätigkeitsfelder: Er bildete angehende MusikerInnen am eigenen Konservatorium aus, das aus der Singschule entstanden war, und er veranstaltete Konzerte. Nach dem „Anschluss“ wurde die Musikerziehung im sogenannten Steirischen Musikschulwerk organisiert und drei, zum Teil neue Ausbildungsstätten geschaffen: die Hochschule für Musikerziehung in Graz-Eggenberg, in direkter Nachfolge des Konservatoriums die Steirische Landesmusikschule und die Musikschulen für Jugend und Volk.
Alle diese Institutionen wurden von engagierten Persönlichkeiten getragen. Daher sollen als Schwerpunkt die Biographien jener Personen im Mittelpunkt stehen, die diese Institutionen in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts prägten. Die Biographie im Spannungsfeld zwischen Musik und Politik, vor allem in der Zeit des sogenannten Ständestaats und des Nationalsozialismus, soll zentral behandelt werden.