CD Produktion "Kunst als Spiegel realer, virtueller und imaginärer Welten. Zu Olga Neuwirths künstlerischem Schaffen"


Anlässlich Olga Neuwirths 50. Geburtstag veranstaltete die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz vom 9. – 10. Juni 2018 ein Symposium mit dem Titel „Kunst als Spiegel realer, virtueller und imaginärer Welten – Zu Olga Neuwirths künstlerischem Schaffen“. Informationen zum damaligen Programm des Symposiums finden Sie hier.

Die vier Stücke auf der CD wurden bei einem Konzert mit Studierenden des PPCM – Studiums (Performance Practise in Contemporary Music) im Rahmen des Symposiums in der Aula der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz gespielt und live aufgenommen. Laki für Trompete solo (2006, 2016 revidiert) und Trurl-Tichy-Tinkle für Klavier solo (2016), welche auch im Rahmen des Symposiums erklangen, sind nicht auf der CD enthalten. Diese Stücke und auch jene auf der CD können aber auf Anfrage im Archiv angehört werden (universitaetsarchiv(at)kug.ac.at).
 

Nachfolgend finden Sie Informationen zur Komponistin Olga Neuwirth, zu den aufgenommenen Stücken sowie zu den Musiker_innen.

Über die Komponistin Olga Neuwirth

Text: Susanne Göttlich

Olga Neuwirth wurde 1986 in Graz geboren. Während ihrer Schulzeit lernte sie Klavier und Trompete und ging nach ihrem Schulabschluss zuerst nach San Francisco, um dort Komposition und Musiktheorie bei Elinor Armer am Conservatory of Music zu studieren. Neben der Musik setzte sich Olga Neuwirth dort auch mit der Malerei und dem Film auseinander. 1987 kehrte sie nach Österreich zurück und begann in Wien das Kompositionsstudium bei Erich Urbaner an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, welches sie 1993 abschloss. Des Weiteren studierte sie am dortigen Elektroakustischen Institut bei Dieter Kaufmann und Wilhelm Zobl. Beeinflusst wurde das Schaffen von Olga Neuwirth von Komponisten und Komponistinnen wie Adriana Hölszky, Luigi Nono, Edgar Varèse oder auch Pierre Boulez.

Mit nur 22 Jahren (1991) gelang Olga Neuwirth der internationale Durchbruch mit den Aufführungen der beiden Mini-Opern Körperliche Veränderungen und Der Wald nach Texten Elfriede Jelineks. Mit der Autorin verbindet sie eine lange künstlerische Partnerschaft. Zum ersten Mal lernten sich die beiden im Rahmen des steirischen herbstes noch während Olga Neuwirths Gymnasialzeit kennen. Weitere Kooperationen der beiden Künstlerinnen beinhalten u.a. Lost Highway, ein Musiktheater nach dem gleichnamigen Film von David Lynch, Bählamms Fest oder das Oratorium Aufenthalt. Neben der zuvor genannten Gattung des Musiktheaters verfasst sie auch Orchester- und Kammermusikwerke, Liedbearbeitungen und Klanginstallationen.


Olga Neuwirth vermischt in ihren Werken traditionelle Klänge mit verfremdeten oder elektronischen. Gleichzeitig verwendet sie alle verfügbaren Techniken in ihren Kompositionen wie Live-Elektronik oder Videoprojektionen. Olga Neuwirths Beschäftigung mit dem Film während ihrer Zeit in San Francisco beeinflussen auch ihre Kompositionen, indem sie zum einen Filminhalte als Opernstoff verwendet und zum anderen Techniken aus dem Film auf ihre Werke überträgt (Überblendungen, Montagen, Morphing etc.). Schon existierende Musikteile, Filme oder auch einzelne Szenen dienen ihr als Rohmaterial, die sie "dekonstruiert, verfremdet und wieder zusammenbaut". In ihrer Rede zur Eröffnung des steirischen herbst im Jahr 2003 beschreibt sie, dass diese Vorgehensweise essentiell für das Schaffen eines Künstlers sei: "Der Künstler ist heute nicht nur ein Visionär, das heißt, einer der Konstellationen sieht. Er ist auch Konstrukteur, das heißt, einer der Kombinationen erfindet und neu zusammensetzt." Weitere Anstöße für ihre musikalisches Schaffen nimmt sie auch aus anderen Sphären wie der Literatur, dem Comic oder Wissenschaft.

Durchzogen von kunstübergreifenden Werken ist nicht nur Olga Neuwirths musikalisches Œuvre, sondern ihr gesamtes Schaffen, das weit über die eigentliche Musik hinaus reicht. Sie schrieb bisher Schauspiel-, Radio- oder Filmmusiken (z.B. zu Alfred Machins Antikriegsfilm Maudite soit la guerre oder für den Spielfilm Das Vaterspiel von Michael Glawogger), sowie Texte und zwei Bücher. Auch Fotografien, Experimental- und Trickfilme gehören zu ihrem Gesamtwerk.

Themen wie Gesellschaft, Politik oder auch der Künstler selbst werden in ihren Werken behandelt. Im Spiegel der Gesellschaft wird der Künstler und seine Identität reflektiert. Das geschieht beispielsweise in ihrer sogenannten "musicstallation-theater with video" THE OUTCAST – Homage to Herman Melville (2009-2011) oder der Klanginstallation ...miramondo multiplo... (2007), in dem sich Olga Neuwirth mit dem Schaffensprozess an sich auseinandersetzt. Im Orchesterwerk Masaot/Clocks without Hands (2013) befasst sie nicht nicht nur mit ihrer eigenen Identität als Künstlerin, sondern verbindet dieses Thema mit dem Erinnern und Vergessen im politischen Sinne. Gerade der Gegenstand des Erinnerns kommt auch immer wieder in Neuwirths Kompositionen vor, wie Five Daily Miniatures (1994) oder Remnants of songs … an amphigory (2009).

Die individuelle Kompositionssprache Olga Neuwirths gepaart mit den Bezügen zur Realität, welche sich in ihren Werken finden, stellt auch eine Aufforderung zum Selbstreflektieren und der Frage nach der Kunst im Hier und Jetzt auf, die nach außen hin wahrnehmbar ist. Das spricht sie auch in ihrer Rede Hinter den Spiegeln für das Eröffnungs-Symposium „Die Festspiele- Visionen, Wünsche, Wirklichkeit“ 2006 der Salzburger Festspiele an: "Natürlich setzt das wirkliche Hinhören und Zuhören meist mit einem Zögern ein. Wo wir auf neue Ansprüche und Herausforderungen treffen, sind wir nie völlig bei Sinnen. Aber darum geht es mir, um eine intelligente Infragestellung der Sinne. Hamlet spricht im 3. Akt von 'mortal coil'. Und diese Rolle des 'sterblichen Wirrwarrs' soll für mich Kunst beinhalten in unserer von bewußt aufgetürmten Angstkulissen und von 'schwarz-weiß'-Denken geprägten Zeit. Irritieren zu dürfen um Nachdenken anzuregen ist für mich notwendig."
 

Literatur:
Drees, Stefan: Olga Neuwirth. Porträttext Verlag Ricordi [online verfügbar: http://www.olganeuwirth.com/bio5.php, Datum des Zugriffs: 05.08.2019].

Neumayr, Eva: Art. Olga Neuwirth, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff [Online verfügbar: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Olga_Neuwirth, Datum des Zugriffs: 02.08.2019].

Neuwirth, Olga: "Hinter den Spiegeln". Für das Eröffnungs-Symposium 2006 der Salzburger Festspiele: „Die Festspiele- Visionen, Wünsche, Wirklichkeit. Festspiele im Spiegel des Künstlers“, 2006 [online verfügbar: http://www.olganeuwirth.com/text25.php, Datum des Zugriffs:02.08.2019].

Neuwirth, Olga: Alles ist möglich und tout est mort. Rede zur Eröffnung des Steirischen Herbst 2003, 2003 [online verfügbar: http://www.olganeuwirth.com/text11.php, Datum des Zugriffs: 02.08.2019].
 


 

Zum Programm des Konzertes

Text: Stefan Drees

Im begleitenden Konzert zum Symposium wurde, gestaltet von Studierenden der Klasse Performance Practice in Contemporary Music, ein kleiner Ausschnitt aus Olga Neuwirths Schaffen präsentiert, dessen Schwergewicht auf älterer Kammermusik aus den Jahren 1997 bis 2004 lag. Trotz dieser beschränkten, für das Gesamtschaffen der Komponistin keineswegs repräsentativen und auch die Wandlungen ihres kompositorischen Ansatzes nicht berücksichtigende Auswahl lassen die fraglichen Werke einen Blick auf einige charakteristische Eigenheiten der Musik zu: auf den Hang zur Veränderung und Hybridisierung von Klängen, auf die verfremdenden Eingriffe in den Instrumentalklang und auf die Verwendung elektronischer Komponenten.

Ondate (1997–98) für Saxophonquartett

Ondate ist wirklich fertig.“[1] Diese Worte, von Olga Neuwirth am 6. Januar 1998 in ihrem Arbeitsjournal festgehalten, markieren das Ende eines Kompositionsprozesses, der die Komponistin im Anschluss an ihre Übersiedlung nach Venedig beschäftigte. Neuwirth nutzte die Lagunenstadt mit ihrer eigenartigen Atmosphäre seit Oktober 1997 als Rückzugsort, um dort an ihrem 1999 uraufgeführten Musiktheater Bählamms Fest zu arbeiten; doch entstanden während des Aufenthalts auch mehrere klein besetzte Werke. Der italienische Titel mit seinem Verweis auf das Bild der Sturzwelle bezeichnet recht genau, was sich in dieser Komposition für vier Saxophone musikalisch ereignet: Die Klänge nähern sich, verebben und überlagern einander wie einzelne Wellen, reichen von der gemächlich anrollenden Bewegung bis hin zum Aufschaukeln im gemeinsamen Forte aller Instrumente, von der zarten mikrotonalen Schwebung bis zu gezackten Durchquerungen des Tonraums. Indem Neuwirth den Instrumentalklang durch genau vorgeschriebene Vortragsarten – beispielsweise durch Aufrauung mittels geräuschhafter Elemente, durch Vermischung mit perkussive Aktionen oder durch den Einsatz von Überblastechniken – verändern lässt, rückt sie die Erscheinungsweise des Klingenden gar in die Nähe elektronisch erzeugter Klänge.
 

[1] Olga Neuwirth, Bählamms Fest. Ein venezianisches Arbeitsjournal. Wien: Droschl 2003, S. 57.
 


 

Fondamenta. Hommage à Joseph Brodsky (1998) für Bassklarinette, Baritonsaxophon und Violoncello

Zu den Werken, die Olga Neuwirth während ihres Arbeitsaufenthalts in Venedig komponierte, gehört auch die Komposition Fondamenta. Hommage à Joseph Brodsky (1998). Dem Wunsch ihres Verlages, sie „solle klein besetzte Stücke ohne Elektronik schreiben“[1], kam die Komponistin in diesem Fall mit einem Trio entgegen, das sich die Möglichkeiten eines Aufeinanderpralls tiefer Registerlagen – vertreten durch Bassklarinette, Baritonsaxophon und Violoncello – zunutze macht. Der Titel weist das Werk als Hommage an den von Neuwirth geschätzten russisch-amerikanischen Schriftsteller Joseph Brodsky (1940–1996) aus. Dieser hatte, damit einen Impuls für Neuwirths eigenes Arbeitsjournal liefernd, seine Venedigerfahrungen 1989 in einem Erinnerungsband, einer Mischung aus Tagebuchaufzeichnungen und Essays, zusammengefasst und darin vor allem seiner Faszination für die „morbidezza“ der winterlichen Lagunenstadt Ausdruck verliehen.[2] Venedig erweist sich in klanglicher Hinsicht als eigenartiger Ort, da das Wasser und die verzweigten Kanäle für eine Fülle akustischer Phänomene, etwa Echos und seltsame Klangverschieben, sorgen. Vor diesem Hintergrund ist es sicherlich nicht falsch, in Fondamenta einen Spiegel der Venedigerfahrungen Neuwirths zu sehen: Wellenbewegungen, feine Echophänomene, ständig sich verändernde, ineinanderlaufende instrumentale Texturen bestimmen das Stück und verweisen nicht zuletzt auch auf die Klangbewegungen in der Musik des Venezianers Luigi Nono, den Neuwirth sehr geschätzt hat.

[1] Olga Neuwirth, Bählamms Fest. Ein venezianisches Arbeitsjournal. Wien: Droschl 2003, S. 57.

[2] Joseph Brodsky, Fondamenta degli Incurabili, Venedig: Consorzio Venezia Nuova 1989; deutsche Ausgabe: Ufer der Verlorenen, Wien: Hanser 1991.
 


 

incidendo/fluido (2000) für Klavier und Zuspiel-CD

Die Vorliebe für den veränderlichen, amorphen Klang, dessen Inneres und Äußeres ständig in Bewegung sind und der sich durch Differenzierung instrumentaler Spieltechniken manipulieren lässt, hat dazu geführt, dass das in dieser Hinsicht eher unflexible Klavier in Olga Neuwirths Schaffen lange Zeit keine Rolle spielte. Erst in incidendo/fluido nutzte die Komponistin das Instrument erstmals als eigenständiges Soloinstrument, passte jedoch den Klavierklang ihren Vorlieben entsprechend an. Die eigentümliche Klangwirkungen des Stückes resultieren aus einer überwiegenden Beschränkung auf einen eng gesteckten Tonraum in den mittleren Klavier-Registern, der in eng geführten chromatischen Passagen erschlossen wird. Die Klaviersaiten dieser Register werden mit Hilfe von Silikon und Schaumstoff so präpariert, dass sich subtile mikrotonale Veränderungen der entsprechenden Tonhöhen ergeben, die tonräumliche Enge also quasi in den Klavierklang hinein erweitert wird. Darüber hinaus wird das Instrument aber auch zum Resonanzkörper anderer Klangereignisse: Über einen im Innenraum platzierten CD-Player werden Klänge eines elektronischen Musikinstruments, der Ondes Martenot, zugespielt, die mit den live erzeugten Klangbändern in eine sich ständig verändernde Wechselbeziehung treten.
 


 

Marsyas (2004) für Klavier

Marsyas aus dem Jahr 2004 ist Olga Neuwirths zweite Komposition für solistisches Klavier. Wie in den Fällen anderer Werke verweist der Titel auf ein Kunstwerk als charakteristische Inspirationsquelle der Musik, nämlich auf eine Skulptur des indischen Künstlers Anish Kapoor. Wie immer, wenn solche Bezüge in Werktiteln auftauchen, geht es der Komponistin dabei darum, sie als Metapher für eigene Ideen zu nutzen. In diesem Fall ist es der Umstand, dass sich Kapoors gigantische, 150 Meter lange und mehrere Stockwerke hohe Skulptur nicht durch einen einzigen Blick erfassen lässt, sondern der Erschließung durch mehrere Ortswechsel und Veränderung der Blickwinkel bedarf, wodurch immer andere Details in den Blick rücken.[1] Diese Idee des Perspektivwechsels bestimmt auch Neuwirths Musik: Kompositorische Mittel wie tonale Zusammenhänge, dichte und scharf artikulierte Cluster, repetitive Momente oder fallende Klangkaskaden, sind zwar Bestandteile der Gesamtgestalt, treffen aber immer wieder auf unterschiedliche Weise aufeinander, weshalb das Verhältnis der einzelnen Komponenten zueinander ständigen Wandlungen unterworfen ist. Auch hier haben wir es mit einer sehr beweglichen, mitunter auch sprunghaften Musik zu tun; doch zugleich ist dies auch ein Beispiel dafür, wie sich Olga Neuwirths Musik ab etwa 2001 zugunsten einer zunehmenden Integration repetitiver Momente zu verändern beginnt, wodurch der Gedanke des Mechanischen – auch er von Beginn an in der Musik der Komponistin präsent – verstärkt in den Vordergrund tritt.
 

[1] Die Skulptur wurde 2003 in der Turbinenhalle der Tate Modern in London ausgestellt; vgl. www.tate.org.uk/whats-on/tate-modern/exhibition/unilever-series/unilever-series-anish-kapoor-marsyas (letzter Aufruf: 12.07.2019).
 


 

Über die Musikerinnen und Musiker


Diego García Pliego (Saxophon):

Nachdem Diego García Pliego sein Bachelor-Studium im Fach Saxophon unter der Leitung von Mariano García und Federico Coca am Conservatorio Superior de Música de Aragón (Spanien) abschloss, zog er nach Graz (Österreich), wo er bei Gerald Preinfalk und dem Klangforum Wien ein Master-Studium in zeitgenössischer Musik (PPCM) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz begann. Derzeit absolviert er das Bachelor-Studium IGP [Instrumental (Gesangs) Pädagogik] auch an der KUG.

Diego García Pliego trat in viele Konzerten und Wettbewerben in Spanien auf. Des Weiteren führten ihn Konzerte nach Argentinien, Frankreich, Deutschland, England, Holland, Polen, Kroatien, Slowenien und Österreich. Er hat an verschiedenen Akademien und Festivals wie den Internationale Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, der NJO Sommerakademie, Klangspuren Internationale Ensemble Modern Akademie, Festival Mixtur oder Impuls International Academy teilgenommen. Er spielte und arbeitete mit dem Klangforum Wien, dem Ensemble KNM, Grazer Philharmonischen Orchester, Orquesta Sinfónica de Castilla y León, Schallfeld Ensemble, BlauerReiter Ensemble, Ensemble Drama! und anderen Formationen. Seit 2018 ist er Mitglied des Grazer Saxophonquartetts. Seine Auftritte wurden von Radio Clásica de RNE (Spanien), dem BBC (GB), NPO Radio 4 (Holland), RTV SLO (Slowenien) und ORF (Österreich) aufgenommen.

Sein Studium umfasst jedoch nicht nur die Klassiker, Diego García Pliego ist auch in der freien Improvisation aktiv und hat an Kursen mit Alvin Curran, Barry Guy, Karst de Jong, Elliot Sharp, Elisabeth Harnik, Frank Gratkowski, David Dolan, Ceren Oran und Emilio Molina teilgenommen. Er hat den Workshop für freie Improvisation [impro-Lab] in Manzanares, seiner Heimatstadt, gegründet und durchgeführt.

www.diegogarciapliego.com
 


 

Eriko Takahashi (Klavier):

Eriko Takahashi wurde in Yokohama, Japan, geboren. Nach ihrem Abschluss im Fach Klavier an der Toho-Gakuen-Musikhochschule in Tokio, studierte sie Klavier, Kammermusik und Instrumentalpädagogik an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Darüber hinaus studierte sie zeitgenössische Musik (Performance Practice in Contemporary Music) an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Sie nahm auch an zahlreichen Meisterkursen in verschiedenen Ländern teil.

Sie ist Preisträgerin folgender nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe: Wettbewerb des Instituts für Tasteninstrumente in Linz, Prof. Dichler-Wettbewerb in Wien, Cittá di Barletta in Italien, Premio Accademia Giovani in Rom und Julian Cochran Klavierwettbewerb in Warschau. 2015 erhielt sie ein Stipendium vom Rotary Club Wels.

Im Alter von elf Jahren spielte Eriko Takahashi in einem Konzert in Tokio mit der Capella Cracoviensis. 2013 trat sie beim Geburtsjahrkonzert von Benjamin Britten im Brucknerhaus auf. Als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin bestreitet sie viele Auftritte in Österreich und in anderen Ländern Europas, wie etwa in Deutschland, Frankreich und Polen. Vor allem aber gibt sie regelmäßige Solo-Klavierabende in Wien und Linz.

 


 

Patricia Coronel Avilés (Saxophon):

Patricia Coronel Avilés ist in Bonares (Huelva, Spanien) am 8. April 1993 geboren. Sie begann ihre musikalische Ausbildung mit 8 Jahren am Konservatorium in Huelva. Danach studierte sie am Konservatorium in Sevilla, wo sie ihr Bachelor-Studium im Fach Saxophon bei Alfonso Padilla abschloss. 2015 erhielt sie den “Bachelor Extraordinary Award”. Patricia Coronel Avilés absolvierte ihr Master-Studium im Fach Saxophon an der Musik und Kunst, Privatuniversität der Stadt Wien, bei Lars Mlekusch. Derzeit ist sie Studentin des Masterstudiums Performance Practice in Contemporary Music (PPCM) an der Kunstuniversität Graz bei Gerald Preinfalk und dem Klangforum Wien.

Ihre Ausbildung wurde durch Meisterkurse und Meisterklassen perfektioniert. Durchführende waren unter anderem renommierte Saxophonisten wie Claude Delangle, Arno Borkamp, Vincent David, G.F. Hemke, Otis Murphy, Jean-Denis Michat, Christian Wirth und Jean Marie Londeix.

Sowohl Solo- als auch Kammermusikkonzerte führten sie in diverse Konzerthäuser der Welt, darunter in die Forbidden Concert Hall in Beijing (China), das Grand Teather Dalian in Dalian (China), Teatro Lópe de Vega in Sevilla (Spanien), MUMUTH in Graz, Wiener Konzerthaus, den Orguel-Saal in Zürich (Schweiz), Stephansdom in Wien und dem Musikverein Wien. Patricia Coronel Avilés wirkte in diversen Orchestern und Kammermusikensembles mit. Dazu zählen das Spectre Quartet, Aer Duo, Orquesta Filarmonia de Sevilla, Vienna Saxophonic Orchestra oder Ensemble Wien-Zürich.

Während ihrer Studienzeit nahm sie an vielen internationalen Wettbewerben teil, u.a. beim Fidelio-Wettbewerb 2016 in Wien oder der Recrea Competition 2018 in Spanien. Des Weiteren erhielt sie den 3. Preis beim Wettbewerb EMONA 2015 in Slowenien.
 


 

Tsugumi Shirakura (Klavier):

Tsugumi Shirakura wurde 1990 in Kanagawa, Japan, geboren. Im Alter von 11 Jahren erhielte sie ihren ersten Klavieruntericht. Von 2008 bis 2012 studierte sie Klavier an der Kunstuniversität Graz bei Balasz Szokolay. 2012 schloss sie ihr Bachlor-Studium mit Auszeichnung ab. 2012 begann sie das Masterstudium PPCM (Performance Practice in Contemporary Music) auch an der KUG bei dem Pianist Florian Müller und beim Klangforum Wien, welches Tsugumi Shirakura 2018 mit Auszeichnung abschloss. Seit 2018 studiert Tsugumi zeitgenössisch Musik MA SP (zone expérimentale) bei Mike Svoboda an der Hochschule für Musik FHNW in Basel.

Während ihres Studiums war sie als Substitutin des Ensembles Szene, Grazer Philharmonischen Orchesters, Schallfeld Ensembles und des Klangforums Wien tätig. Sie trat des Weiteren als Pianistin mit dem Ensemble Zeitfluss in Graz auf.

 


 

Severin Neubauer (Saxophon):

Severin Neubauer wurde 1998 in Wien als Sohn zweier Berufsmusiker geboren. Im Alter von 8 Jahren begann er das Saxophonspiel zu erlernen; zuerst bei seinem Vater Stefan Neubauer, danach bei Monika Wisthaler an der Regionalmusikschule Bisamberg/Leobendorf/Enzersfeld. Von 2012 bis 2015 lernte Severin Neubauer an der Johann Sebastian Bach Musikschule Wien in der Klasse von Alfred Reiter als „Special Class“ Schüler, seit 2015 ist er Student an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Klasse von Barbara Strack-Hanisch. Seit 2017 ist er Student von Gerald Preinfalk an der KUG.

Severin Neubauer absolvierte bereits Auftritte mit dem NÖ Jugendsymphonieorchester und als Solist unter anderem bei den „Young Master Players“, dem Symphonieorchester Leobendorf und dem Franz-Schmidt-Kammer-Orchester. Einige Soloauftritte führten ihn in das In- und Ausland (u.a. USA, Griechenland, Thailand). Mehrere Komponisten verfassten für ihn Werke (Linus Köhring, Robert Brunnlechner, Gerald Preinfalk).

Er ist mehrmaliger 1. Preisträger von „Prima la Musica“ auf Landes- und Bundesebene. Orchestererfahrung sammelte Severin Neubauer im Bühnenorchester und dem Orchester der Staatsoper Wien sowie dem Orchester der Wiener Volksoper.

 


 

David Schmidt (Trompete):

David Schmidt schloss sein Trompetenstudium 2016 an der KUG ab. Er war unter anderem Teilnehmer der Lucerne Festival Academy und erhielt 2015 den Austrian Baroque Academy Award. Er spielte unter anderem mit dem Klangforum Wien, der Österreich-Ungarischen Haydn Philharmonie, der Hofkapelle München, dem Croatian Baroque Ensemble, dem Orchester Wiener Akademie, dem European Brass Ensemble, dem Philharmonischen Orchester Graz sowie dem Ensemble Modern Orchestra.

Er musizierte weltweit auf Festivals wie zum Beispiel dem Mozart Festival Lviv, den Salzburger Festspielen, Wien Modern, Greatest Hits Hamburg, dem Lucerne Festival, Winter in Schwetzingen und den Klangspuren Schwaz. Zu hören und sehen war er im ORF, RAI, ZDF, SF und HR 3.

 

 


 

Scott Lygate (Klarinette):

Scott Lygate, Klarinettist und Komponist, wurde 1989 in Ayrshire, Schottland geboren. Er studierte Klarinette an der Royal Academy of Music in London und privat mit vielen der Top Klarinettisten der Welt wie z.B. Charles Neidich in New York, Alessandro Carbonare in Rom und Wenzel Fuchs in Berlin. Außerdem hat er kürzlich sein Masterstudium Performance Practice in Contemporary Music an der Kunst Universität in Graz abgeschlossen und studierte auch mit Stefan Neubauer an der MDW.

Scott Lygate hat mit vielen Orchestern aus Großbritannien gespielt unter anderem mit dem London Philharmonic Orchestra, BBC Symphony Orchestra, English National Opera oder dem Royal Liverpool Symphony Orchestra. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit neuer Musik und spielt regelmäßig mit der London Sinfonietta, PHACE, dem Klangforum Wien, ÖNM und dem Ensemble Schallfeld. Ein weiterer Fokus von ihm ist das Spielen der Kontrabassklarinette und mit dieser trat er als Solist mit dem London Mozart Players in der Cadogan Hall, London auf. Mit seinem eigenen Ensemble Azalea in London veröffentlichte er mehrere CDs unter den Labels Nonclassical von Gabriel Prokofiev und NMC.

Er hat mit vielen Komponisten an neuen Stücken gearbeitet und hat kürzlich neue Solo-Stücke für die Kontrabassklarinette unter anderem von Olli Koskelin (Finnland), Julian Anderson (England), Sir James MacMillan (Schottland) erhalten.

Scott Lygate ist seit Juni 2018 ein Mitglied des Ensembles XX. Jahrhunderts in Wien.


 

Leo Morello (Cello): 

Leo Morello, geboren 1994 in Italien, schloss seinen Bachelor im Fach Cello am Mozarteum in Salzburg bei Enrico Bronzi ab und besuchte 2017 die Klasse von Stephan Forchk an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Derzeit ist der Student des Masterstudiums Performance Practice in Contemporary Music (PPCM) an der Kunstuniversität Graz. Des Weiteren waren Begegnungen mit Antonio Meneses, Andreas Lindenbaum, Francesco Dilon, Marino Formenti und Reinhard Goebel bedeutend für seine Ausbildung. 

Leo Morello ist ein Gründungsmitglied des New Art and Music Ensembles Salzburg (NAMES), mit welchem er regelmäßig in Europa auftritt. Daneben spielte er in anderen Ensembles und auch Orchestern mit wie dem Klangforum Wien, dem österreichischen Ensemble für Neue Musik (Oenm), dem WDR Sinfonieorchester, Quartetto Maurice, Alter Ego Ensemble, International Ensemble Modern oder dem Jugendorchester der Europäischen Union (EUYO). Als Solo-Cellist war er beim Orchestra del Teatro Communale di Bologna tätig. 

Sein Interesse an zeitgenössischer Musik führte Leo Morello zur Zusammenarbeit mit zahlreichen renommierten Komponisten wie Enno Poppe, Georg Friedrich Haas, Bernhard Gander, Simon Steen-Andersen, Gerd Kühr, Achim Bornhöft, Reinhard Febel, Matteo Franceschini, Jose Maria Sanchez Verdu, Jorge Sanchez Chiong, Klaus Lang oder Marca Stroppa. Er trat bei diversen Festivals auf der ganzen Welt auf unter anderem beim Abu Dhabi Festival, bei den Klangspuren Schwaz, dem Megaron Thessaloniki, dem aDevangarde Festival, dem Daegu Contemporary Festival oder dem Impuls Festival in Graz.