Crowdsourcing im Archiv

Wenn es um ältere Archivbestände geht, stößt man als Archivar_in oftmals an seine Grenzen bei Bestandsbeschreibung und Verzeichnung. Da es im Archiv der Kunstuniversität auch einen großen Fotobestand gibt, bei dem noch viele Informationen fehlen, hatte das Universitätsarchiv die Idee, ein Crowdsourcing-Projekt zu starten. Im Rahmen des Internationalen Tages der Archive im Jahr 2017 wurde ein Aufruf in der Kleinen Zeitung zur freiwilligen Mitarbeit veröffentlicht, mit dem vor allem die ältere Generation mit deren Wissen und Expertise angesprochen werden sollte. Daraufhin haben sich ca. 15 Personen (größtenteils SeniorInnen) gemeldet. Nach einer Informationsveranstaltung und einer Führung durchs Universitätsarchiv erklärten sich fünf Personen, größtenteils mit Bezug zur Kunstuniversität, bereit das Archiv mit ihrem Wissen zu unterstützen. Nach einem zweiten Aufruf im Oktober 2017 meldeten sich erneut Interessenten. Derzeit betätigen sich aktiv 3 Volontär_innen in unterschiedlichem Ausmaß im Archiv.

Im Mittelpunkt steht das Beschreiben von Fotos aus den 1960ern bis heute, die das Universitätsleben dokumentieren. Bildbeschreibungen (Ort, Datum, Personen, Anlass…) werden ergänzt und anschließend von den Mitarbeitern in das Archivinformationssystem AUGIAS übertragen.

Mit dieser Arbeit tragen die VolontärInnen dazu bei, dass wichtige Akteure der Grazer Kulturgeschichte wiederentdeckt und in ihren vielfältigen Wirkungsbereichen sichtbar gemacht werden. Die gewonnenen Informationen können als ein Puzzleteil für weitere kulturhistorische Arbeiten im Universitätsarchiv zur Verfügung gestellt werden.

Kontakt für nähere Informationen:
Wolfgang Madl
Universitätsarchiv der Kunstuniversität Graz
0316 389 1175