Begrüßung zum Online-Workshop "Perspektiven der Musikpädagogik" durch Susanne Kogler

Der Workshop Perspektiven der Musikausbildung im Rahmen des Projekts Erich Marckhl – Musikausbildung in der Steiermark nach 1945. Brüche und Kontinuitäten präsentiert unterschiedliche Forschungsperspektiven auf Musik und Musikausbildung im deutschsprachigen Raum: aus musikhistorischer, institutionsgeschichtlicher und biographischer Sicht. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und diesbezüglichen Brüchen und Kontinuitäten bildet einen Schwerpunkt, ebenso die Frage des Umgangs mit und der Verfügbarkeit von archivalischen Quellen.  Internationale Expertinnen und Experten bieten einen Überblick über abgeschlossene sowie laufende Projekte und diskutieren zukünftige Desiderata. Die Verbindung zur musikpädagogischen Praxis wird durch eine Podiumsdiskussion geschaffen, bei der vergangene und aktuelle Leitbilder der Musikpädagogik mit führenden Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen der Musikausbildung diskutiert werden.

Um fachliche Kommentare und kritische Rückfragen wird gebeten (j.trummer(at)kug.ac.at). Auszüge der Diskussion werden im Anschluss auf der Projekthomepage veröffentlicht.

Christian Glanz, geboren 1960 in Bruck an der Mur, studierte Musikwissenschaft und Geschichte in Graz. 2007 Habilitation im Fach Historische Musikwissenschaft. Derzeit ao. Univ.-Prof. am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw. Schwerpunkte: Musik und Politik, Gustav Mahler, Hanns Eisler. Leiter des FWF-Forschungsprojekts „Eine politische Geschichte der Oper in Wien 1869 bis 1955“. Präsidiumsmitglied der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft.

 

Eine Geschichte der Oper in Wien 1869-1955

Forschungsüberblick anhand von Stichworten

Antje Kalcher studierte Archivwissenschaft und Dokumentation in Potsdam. Seit 2000 Mitarbeiterin des Archivs der Universität der Künste Berlin. Sie führte mehrere wissenschaftliche Vorhaben durch, u.a. die Erschließung der Nachlässe von Joseph Joachim und Max Rostal sowie das Projekt „Archive zur Musikkultur nach 1945“ (dazu erschienen: „Verzeichnis und Texte“ in der Schriftenreihe „Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit“, München 2016). Zu ihren Publikationen zählt die Edition der Autobiographie Max Rostals „Violin-Schlüssel-Erlebnisse. Erinnerungen“ (Berlin 2007). Darüber hinaus verfasste sie Artikel für das Online-Lexikon verfolgte Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit.

"Violin-Schlüssel-Erlebnisse" - Max Rostal und sein Nachlass

Susanne Kogler ist Leiterin des Universitätsarchivs der Grazer Kunstuniversität und Dozentin am Institut für Musikwissenschaft der Universität Graz. Studium der Musikpädagogik, Klassischen Philologie und Musikwissenschaft. Promotion zum Thema „Sprache und Sprachlichkeit im zeitgenössischen Musikschaffen“ (Graz/Wien, 2003), Habilitation mit einer Studie „Adorno versus Lyotard: moderne und postmoderne Ästhetik“ (Freiburg, 2014). Lektorin an den Universitäten Wien (2009) und Klagenfurt (2014), Gastprofessorin an der New York City University (2005), der Université Paris 8 (2007) und der Universität Ljubljana (2017). 2006 - 2008 vom FWF gefördertes Forschungsprojekt zur modernen und postmodernen Ästhetik (Université Paris 8, Département de musique). 2012-2014 vom FWF gefördertes Forschungsprojekt zu innovativen Inszenierungsstrategien in der Oper (gemeinsam mit Barbara Beyer, Institut für Musiktheater der Kunstuniversität Graz). Zahlreiche Publikationen zur Musikgeschichte und Ästhetik des 19.-21. Jahrhunderts.

Erich Marckhl und Harald Kaufmann: Bruchstücke eines Netzwerks

Markus Lenhart, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte, Religionswissenschaft und Pharmazie an der Karl-Franzens-Universität Graz; Promotion in Kunstgeschichte; 2017–2019 Senior Scientist am Universitätsarchiv der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz; 2011–2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der UB Graz und der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz Wien-Graz; 2008–2010 Institutslektor am Österreichzentrum der Hebräischen Universität, Jerusalem; 2006–2019 Lehrbeauftragter an der Karl-Franzens-Universität Graz.

 

Musikpädagogik in der Steiermark in der NS-Zeit: Institutionen und Personen

Julia Mair studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Musikologie an der Karl-Franzens-Universität Graz und der Kunstuniversität Graz. Seit Januar 2019 arbeitet sie als Universitätsassistentin im vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank geförderten Projekt Erich Marckhl – Musikausbildung in der Steiermark nach 1945. Brüche und Kontinuitäten am Archiv der Kunstuniversität Graz.

 

Der Akademiepräsident im Licht der Quellen: Erich Marckhls Einfluss auf Akademie- und Hochschulwerdung

Juliane Oberegger studiert Lehramt Sekundarstufe für Musik und Deutsch und Musikologie an der Karl-Franzens-Universität Graz und der Kunstuniversität Graz, Historische Streich- und Violininstrumente am Institut für Alte Musik der Kunstuniversität Graz sowie Kirchenmusik am Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese Graz-Seckau. Seit Januar 2019 arbeitet sie als Studentische Mitarbeiterin im Projekt Erich Marckhl – Musikausbildung in der Steiermark nach 1945. Brüche und Kontinuitäten am Archiv der Kunstuniversität Graz.

 

Die Musikausbildung in der Steiermark nach 1945: Ein Forschungsüberblick zu Begriffsproblematik, Institutionsgeschichte und Fachdidaktik

Dietmar Schenk studierte Geschichte, Mathematik und Philosophie und promovierte in Münster/Westf. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gießen und Besuch der Archivschule Marburg übernahm er 1991 die Leitung des Archivs der Universität der Künste Berlin, das er in seiner heutigen Form aufbaute. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze zu Themen aus dem weiteren Umkreis des von ihm betreuten Archivs (u.a. Die Hochschule für Musik zu Berlin, 2004) sowie zur Theorie und Geschichte der Archive (u.a. Kleine Theorie des Archivs, 2008, 2. Aufl. 2014, „Aufheben, was nicht vergessen werden darf“. Archive vom alten Europa bis zur digitalen Welt, 2013). Innerhalb der Gesammelten Schriften von Leo Kestenberg edierte er dessen Briefwechsel (2 Bde. 2010 und 2012). Soeben erschien der von ihm mitherausgegebene Ausstellungskatalog Vorbilder/Nachbilder. Die fotografische Lehrsammlung der Universität der Künste Berlin 1850 – 1930, 2020.

 

Beitrag folgt.

Johanna Trummer studiert Musikologie an der Kunstuniversität Graz und der Karl-Franzens-Universität Graz, wo sie auch das Ergänzungsfach Medienwissenschaften abgeschlossen hat. Nach Abschluss ihres Bachelorstudiums (Titel der BA-Arbeit: "Gansch & Breinschmid. Zur Stilistik des Duos anhand ausgewählter Beispiele") absolviert sie nun das Masterstudium mit Schwerpunkt Ethnomusikologie. Seit Januar 2019 arbeitet sie als Studentische Mitarbeiterin im Projekt Erich Marckhl – Musikausbildung in der Steiermark nach 1945. Brüche und Kontinuitäten am Archiv der Kunstuniversität Graz.

Zur Personalunion berufen. Vielfältige Erwartungen an Musikpädagog_innen anhand historischer Quellen und Oral History